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Nach Air Berlin nun auch Niki von Insolvenz betroffen

Verantwortlicher Autor: Florian Karl Wien, 26.12.2017, 15:36 Uhr
Presse-Ressort von: Florian Karl Bericht 5162x gelesen

Wien [ENA] Das letzt Niki Flugzeug ist gelandet. Der Flugbetrieb der Air Berlin Tochter Niki wurde Mitte der Woche eingestellt nachdem die Lufthansa die bis dahin geplante Übernahme nach Bedenken der EU Kommission wegen der Wettbewerbslage im Luftverkehr abgesagt hatte. Zahlreiche Urlauber sind somit an unzähligen Flughäfen gestrandet und versuchen nun verzweifelt irgendwie bis zu Weihnachten nach Hause zu kommen.

Pech haben jene Passagiere, die im Ausland sind und nicht mehr nach Hause kommen. Diese müssen den Heimflug mit einer anderen Fluggesellschaft selbst organisieren und diesen bezahlen. Ganz im Stich gelassen werden die Passagiere erfahrungsgemäß nicht. Andere Fluggesellschaften nehmen die Passagiere mit oder schicken Ersatzflugzeuge zur Heimholung. Das kann allerdings einige Tage dauern. Für diesen Zeitraum müssen die gestrandeten Passagiere auch die Kosten für den längeren Aufenthalt zusätzlich bezahlen.

Das Insolvenzverfahren wurde bereits eröffnet. Auf den Sozialen Medien versuchen nun Fluglinien aller Welt, Piloten und Flugpersonal mit bestehender Typenschulung auf Airbus A320 abzuwerben und veranstalten direkt in Wien sogenannte Info- und Bewerbungstage. Wenn der Airline jetzt das Personal abgeworben wird, ist dies ein zusätzlicher Dolchstoß für die insolvente Fluggesellschaft.

Bieter für die Fluglinie haben sich nur wenige gemeldet, neben dem deutschen Konzern Thomas Cook auch die Schweizer Charterfluggesellschaft PrivateAir. Selbst der frühere Betreiber Niki Lauder hat ein Angebot gelegt. Im Ringen um eine Rettung der insolventen Airline Niki stehen alle Bieter unter Zeitdruck. Bis heute Mittag mussten alle Interessenten ihre Angebote für die insolvente Fluggesellschaft beim Masseverwalter offenlegen. Wer die Fluggesellschaft wirklich übernimmt soll bis 29. Dezember feststehen. Die Slots / sogenannte Start- und Landerechte verfallen bis dahin nicht. Wie es mit der Fluglinie Niki weiter geht bleibt spannend abzuwarten.

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