Freitag, 18.10.2019 14:44 Uhr

zur Wahl in Brandenburg

Verantwortlicher Autor: Mark von Buch Potsdam, 10.09.2019, 12:26 Uhr
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Potsdam [ENA] Brandenburg nach der Wahl: Wir erlebten einen spannenden Wahlabend. Mit einem überraschenden Wahlergebnis. Wirklich so überraschend? Nachdem die seit 30 Jahren mehr oder weniger regierende SPD einen schier unglaublichen Spurt darbot und zur stärksten Partei wurde zerlegte sich in gleichem Zug die Landes-CDU. Deren Spitzenkandidat Senftleben trat ein paar Tage nach dem Fiasko zurück, entledigte sich der Verantwortung

Eine denkbar schlechte Ausgangslage für eine Partei, die mit Vehemenz in die Regierungsverantwortung will. Aber schaun wir mal. Es sieht auch sonst nicht gar so rosig aus. Die LINKE wurde marginalisiert. Quittung für die denkbar schlechteste Regierungsperformance in deren Geschichte, des Bundeslandes. Mit wem soll denn nun Herr Woidke sein, unser Brandenburg, weiter brandmarken? Bleiben einzig die GRÜNEN, die das Zünglein an der Waage sein werden. Derzeit, zugegeben, ein Zünglein mit Macht. Und diese werden sie ausspielen denn ohne sie wird gar nichts gehen. Es steht zu vermuten, daß man ziemlich schnell auf alle sinnigen und aber auch überlegenswerten Forderungen eingehen wird - nur um an der Macht zu bleiben.

Nun zur Tatenlosigkeit verdammt und kopfschüttelnd schaut der Wähler zu und fragt sich: ich weiß nicht, was soll es noch werden. Es wird eine kurzweilige Zeit der Regierungsbildung. Die Parteien werden Kompromisse eingehen, die an die Grenze ihrer Glaubwürdigkeit und politischen Geradlinigkeit gehen. Wir schließen derweil Wettten ab: wer wird sich wieweit verbiegen? Am Ende stellt sich die Frage, wird das Land über fünf Jahre stabil regierbar sein.

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