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AvD Oldtimer Grand Prix 2019

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Kasulke Nürburgring, 16.08.2019, 03:25 Uhr
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AvD Oldtimer Grand Prix Nürburgring 2019
AvD Oldtimer Grand Prix Nürburgring 2019  Bild: W. Kasulke

Nürburgring [ENA] Das Wochenende vom 09. bis 11.08.2019 war in den Kalendern der Fans des klassischen Motorsports in roter Farbe fett markiert. Der AvD richtete wie jedes Jahr seinen Oldtimer Grand Prix 2019 am legendären Nürburgring aus und sorgte für beste Unterhaltung der mehr als 53.000 Zuschauer.

Insgesamt ca. 500 historische Fahrzeuge aus der gesamten Zeitspanne des automobilen Rennsports gaben sich auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings ein Stelldichein. Drei Rennserien der FIA, die Masters Historic Formula 1, die Masters Historic Sportscars und die Lurani Trophy für Formel Junior Fahrzeuge von 1958 bis 1963 hatte der Automobilclub von Deutschland ebenso im Programm wie die Gentle Drivers Trophy und die 100 Meilen Trophy, beides Rennserien der FHR. Mit insgesamt 20 Rennen, GLPs und den dazugehörenden Qualifikations- und Trainingsläufen also ein reichhaltiges Programm für die 3 Tage.

Lotus Cortina bei der Gentle Drivers Trophy

Das typische Eifelwetter präsentierte sich am Freitag auch am Nürburgring mit wechselhaften Bedingungen auf der Rennstrecke. Überwiegend bedeckt mit regnerischen Abschnitten war von trocken bis nass alles vertreten. Dementsprechend anspruchsvoll auch die Anforderungen an Fahrer, Autos und Teams bei den Qualifikationsläufen um die besten Startpositionen. Daneben gab es aber auch am Freitag schon die ersten Rennen. Im FHR Rennen 1 der Gentle Drivers Trophy hatte der Schweizer Felix Haas auf einem Lotus 23b am Ende die Nase vorn. Den ersten GLP-Lauf der Vintage Sports Car Trophy holten sich Christian Schoch/Meike Haferkamp auf einem Vauxhall Special Dragon aus dem Jahr 1932 bei alles anderem als idealen Wetterbedingungen.

Vauxhall Special Dragon beim pre-Start
Felix Haas (CH) mit Lotus 23B
Qualifying Formel 1 - schwierige Bedingungen

Am Samstag wurde das Wetter deutlich besser und der Nürburgring blieb überwiegend trocken. Gute Voraussetzungen für spannende Rennen, und ebenso für einen Bummel der zahllosen Zuschauer durch das Zeltlager hinter den Boxen. Viele Besucher nutzten die einzigartige Möglichkeit, bei dieser Rennveranstaltung einmal Mechaniker, Autos und Fahrer aus allernächster Nähe zu erleben – so nah kommt man selten heran. Besonders atmosphärisch der Weg der Rennfahrzeuge durch die Besucher zum pre-Start und zurück vom Parc fermé zu den Boxen. So hatte man stets das Gefühl, selbst direkter Teil dieser Veranstaltung zu sein. Absolutes Highlight des Samstags war natürlich das 1. Rennen der FIA Masters Historic Formula 1 Championships.

Insgesamt 14 Fahrzeuge der Formel 1 gingen vor voll besetzten Tribünen an den Start auf die ca. 4,3 km lange GP-Strecke. In Startreihe 1 der Brite Martin Stretton vor dem Italiener Matteo Ferrer-aza in seinem Ligier JS11/15, der nach 10 Runden an die Box und das Rennen beenden musste. Vorne lieferten sich Martin Stretton und sein Landsmann Mike Cantillon auf dem Williams FW07C ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Denkbar knapp mit nur 0,675 Sek. Vorsprung hatte der Tyrrell 012 im grünen Benetton-Dress die Frontnase als erster im Ziel und damit Martin Stretton den Sieg im ersten Rennen eingetütet. Auch im 2. Rennen der Formel 1 lief es optimal für Stretton. Aus Startposition 8 kämpfte er sich bis zur Pole - der Doppelsieg in beiden Rennen war perfekt.

Mike Cantillon (GB) im Williams FW07C
Doppelsieger Martin Stretton (GB) im Tyrrell 012
Matteo Ferrer-aza (IT) auf Ligier JS11/15

Einen traumhaften Abschluss des Renn-Samstags machten die wunderschönen zweisitzigen Rennwagen und GTs bis Bj. 1961, die nach einem tollen Rennen bei stimmungsvollem Sonnenuntergang kurz nach Einbruch der Dunkelheit bei ihrer Ankunft im Parc fermé mit einem Feuerwerk begrüßt wurden. Auch der Sonntag hielt viele weitere spektakuläre Rennen mit spannenden Verläufen für die Zuschauer bereit – sie alle hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Summa summarum ein tolles Event des historischen Motorsports, das vom AvD perfekt inszeniert und organisiert war. Man darf sich getrost auf den 48. Oldtimer Grand Prix in 2020 freuen, es wird wieder ein faszinierendes Groß-Ereignis im historischen Automobil-Rennsport werden.

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